Technik

Eigentlich ist es ganz einfach: mit dem Sportgerät in Anschlag gehen, ruhig halten und abdrücken. Fertig ist die 10! Was kann daran schon so schwer sein…

Es sieht ja wirklich ganz leicht aus und genau das ist die große Kunst! Nur mit viel Übung und einer guten Technik gelingt es auch, dass man in den Wettbewerben mit den Besten mithalten kann.

Sportschießen bedeutet …

  • Körperkontrolle: Kein Zittern, kein Wanken, kein Pendeln, kein Reissen.
  • Muskelgedächnis. Bewegungsabläufe verinnerlichen und abrufen können
  • keine hastigen, ruckartigen Bewegungen
  • Innere Ruhe – der Kopf und die Gedanken sind bei der Sache
  • Äußere Ruhe – sei entspannt und nicht verkrampft

Der Bewegungsablauf

Um diesen immer gleichen Bewegungsablauf beim Schießen zu verinnerlichen, muss man auf verschiedene Dinge acht geben.

Stand – Zu aller erst muss man seinen eigenen Stand, seine Nullpunkt finden. Mit Nullpunkt ist die Haltung gemeint, welche ohne merkliche Anspannung und Körperkorrektur eingenommen wird. Hierzu stellt sich hüftbreit hin, Füße sind parallel, Schultergürtel und Becken bilden eine Linie. Steht man nämlich im falschen Winkel zur Scheibe, so ist man während des Schießens unbewusst ständig am Korrigieren und der Körper ermüdet unnöterweise.

Phasen – Der Schießvorgang wird in einzelne Phasen unterteilt: Vorbereitungsphase, Auftaktphase, Arbeitsphase, Auslösephase und Nachhaltephase. Die Grundlage des gesamten Bewegungsablaufs ist die Atmung.

1 Vorbereitungsphase – In dieser Phase wird der Bewegungsablauf nochmals gedanklich visualisiert. Bewusst ein- und ausatmen um zur Ruhe zu kommen. Körperspannung aufbauen und den Zeigefinger am Abzugszüngel mittig positionieren.

2 Auftaktphase – beginnt mit einem tiefen Einatmen und endet mit dem ersten Ausatmen. Währenddessen wird die Waffe bis über die Scheibe angehoben, am Umkehrpunkt bleibt die Waffe kurz stehen, das Auge beobachtet das Korn. Nun wird beim Ausatmen die Waffe gesenkt, so dass sie mittig auf der Scheibe auf der Höhe zwischen Scheibenoberkante und Spiegel geführt wird. Der Blick ist auf Handrücken oder Kimme gerichtet, Finger ist am Druckpunkt, kurze Atempause, Korn in der Kimme zentrieren.

3 Arbeitsphase – beginnt mit einem zweiten Einatmen und endet mit der ruhenden Waffe im Halteraum. Während dem bewussten Ausatmen senkt man den Arm kontrolliert langsam über den Spiegel hinweg weiter nach unten und bleibt im Halteraum stehen (ca. 1,5-2,5 Ringe unterhalb des Spiegels). Während des Herabführens den Druck auf den Abzug leicht erhöhen.

4 Auslösephase – Ist der Halteraum erreicht, so stoppt die Atmung und man kommt zur Ruhe. Der Druck auf das Abzugszüngel wird weiter erhöht, das Auge fixiert das Korn. Diese Phase sollte nicht länger als ein paar Sekunden dauern, die Schussauslösung sollte ohne Bewegung aus dem Halteraum erfolgen. Bei Problemen (Wackeln, Unruhe, verschwommenes Sehen) absetzten und den Bewegungsvorgang frisch von vorne beginnen.

5 Nachhaltephase – beginnt gleich nach dem Schuss und endet mit der Ausgangstellung. Hier ist es wichtig, dass dem Schuss nachgeschaut, also nachzielt wird. Die Konzentration sollte nach dem erfolgten Schuss immer noch auf dem Zielen liegen, die Waffe bleibt dabei im Anschlag. Die Körperspannung ist konstant, das Auge schaut gedanklich dem Schuss hinterher, es wird eine Abkommensbestimmung durchgeführt: war der Schuss zu hoch/tief, zu weit links/rechts?

Wenn das Sportgerät wieder in der Ausgangsstellung ist, löst sich die Körperspannung und es wird erstmal tief ein- und ausgeatmet, um den Körper ordentlich mit Sauerstoff zu versorgen. Danach geht der Bewegungablauf erneut los.


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